Reha-Wissenschaftliches Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen
1.050 Wissenschaftler, Klinikärzte, Psychologen und Mitarbeiter verschiedener Reha-Einrichtungen trafen sich vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen zum 17. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung“. Veranstalter des 17. Reha-Kolloquiums waren die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften.
Eröffnet wurde das Kolloquium durch Dr. Axel Reimann, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund. Anschließend berichtete Prof. Franz Petermann, Leiter des Zentrums für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen, über Chancen und Risiken von Leitlinien für die Rehabilitation.
Das Reha-Kolloquium zielt auf den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Diskutiert wurde in diesem Jahr insbesondere über das Spannungsfeld zwischen den Zielsetzungen, den Behandlungsprozess einerseits mit wissenschaftlich gesicherten wirksamen Therapien zu gestalten, andererseits aber auch die Patienten mit ihren individuellen Bedürfnissen in die Behandlung einzubeziehen. Ein wichtiges Thema sind dabei standardisierte Leitlinien, die die rehabilitative Behandlung auf eine wissenschaftliche und evidenzbasierte Grundlage stellen sollen.
Reha macht Zukunft
Unter großer Resonanz nutze die ARGE BFW das Kolloquium, um in einer separaten Veranstaltung dem interessierten Fachpublikum die ersten Umsetzungsschritte des unter dem Projekt Rehafutur entstandenen „Neuen Rehamodell“ zu präsentieren.
Unter dem Titel „Reha macht Zukunft“ und im Namen des gesamten anwesenden Vorstands begrüßte Herr Peschkes, stellvertretender Vorsitzender der ARGE BFW, die zahlreichen Zuhörer um das Wort dann an Frau Herrmann, Geschäftsführerin des BFW Hamburg und für das Marketing der ARGE Verantwortliche, zu übergeben. Frau Herrmann erläuterte die einzelnen Bausteine des Modells sowie die „5 Fits“, die den Kern des Rehamodells darstellen. Sie betonte, dass die Definition dieses Kerns nicht nur ein Umdenken in der beruflichen Reha verdeutlicht sondern auch die komplette Umstrukturierung der einzelnen Berufsförderungswerke zur Folge haben wird. Mit dieser Aussage warb sie - neben der Geduld bei der Erzielung der ersten Ergebnisse - auch für Offenheit für die vielfältigen Wegen auf denen diese Veränderung in den einzelnen Häusern Umsetzung finden wird.
Das Thema der Leitlinien im Kolloquium aufgreifend, warb Frau Herrmann für Transparenz durch wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation der nun angestoßenen Prozesse. Sie kündigte an, an selber Stelle im nächsten Jahr die ersten Ergebnisse dem Fachpublikum zu dokumentieren.
Fotos vom Kolloquium
Foto1 Einleitung Hr. Peschkes (JPG, 140 KB)
Foto2 Päsentation Fr. Herrmann (JPG, 100 KB)
Foto3 ZuhörerInnen (JPG, 115 KB)

