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80 Absolventen beenden Umschulung im BFW Bad Pyrmont
Neue Perspektive als Orthopädiemechaniker

Die Herstellung von Prothesen ist die Lieblingsarbeit von Thomas Röther

„Ein abwechslungsreicher Beruf sollte es sein; einer, in dem man mit verschiedenen Werkstoffen arbeitet", sagt Thomas Röther. Der 40-Jährige war zehn Jahre lang Maschinenführer in einer Brauerei, ehe er sich wegen eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule nach einer neuen beruflichen Perspektive umsehen musste. Fündig wurde der Hannoveraner im BFW Bad Pyrmont, wo er Anfang 2010 eine Umschulung zum Orthopädiemechaniker und Bandagisten begann.

Röther gehört zu rund 80 Menschen, die im Januar ihre Ausbildung im BFW beendet haben und jetzt mit einem neuen Beruf wieder im Arbeitsleben durchstarten wollen. Um einen Arbeitsplatz musste er sich während der Prüfungszeit nicht sorgen. Bereits direkt nach seinem Betriebspraktikum vor einigen Monaten bei der Firma Rulitschka Orthopädie- und Rehatechnik in Celle erhielt Röther einen Arbeitsvertrag. Ab März 2011 wird er täglich von Hannover ins rund 50 Kilometer entfernte Celle pendeln. Nach der Probezeit will er auch dorthin umziehen. Wie im Praktikum wird Röther in seinem neuen Job hauptsächlich in der Herstellung von Prothesen tätig sein. „Das wollte ich auch, denn dieses Arbeitsfeld hat mir schon während der Umschulung am besten gefallen."

An seinem neuen Beruf fasziniert Thomas Röther vor allem die Vielseitigkeit. Das betreffe sowohl den Einsatz von Werkstoffen, als auch die verschiedenen Verfahrensweisen, mit denen Produkte erzeugt werden. Hinzu komme der Kundenkontakt im Außendienst, der die Arbeit noch abwechslungsreicher gestalte.

Seine Zeit im BFW bewertet der 40-Jährige aus heutiger Sicht durchweg positiv. Zwar sei der Start in die Ausbildung etwas holprig gewesen und der Anteil des theoretischen Lernstoffs unerwartet groß, doch der noch vor Umschulungsende unterzeichnete Arbeitsvertrag spreche schließlich für die Qualität der Ausbildung.

Wie Thomas Röther kehren eine Reihe der BFW-Absolventen nahezu übergangslos von der Umschulung ins Berufsleben zurück. Allein bei den Orthopädietechnikern haben fünf von sechs Absolventen schon einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Das gilt beispielsweise ebenso für die den gesamten Uhrmacherlehrgang und vier frisch gebackene Fachangestellte für medizinische Dokumentation.

Für alle anderen beginnt jetzt der intensive Bewerbungsprozess, bei dem das BFW auch nach Ausbildungsende weiter unterstützt. „Eine deutliche Mehrheit von ihnen wird in sechs Monaten sozialversicherungspflichtig im neuen Beruf beschäftigt sein", ist BFW-Ausbildungsleiterin Perdita Engeler überzeugt.

 

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